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Sexueller Missbrauch Durch Angehorige Der Katholischen Kirche Im Bistum Trier

MissBiT
April 10, 2013

http://missbrauch-im-bistum-trier.blogspot.de/2013/04/mal-wieder-die-bestatigung-dafur-dass.html

„Mal wieder die Bestatigung dafur, dass der innerkirchliche Aufklarungswille nicht vorhanden ist.“

„Wenn nicht praventive Grunde zu einem raschem Handeln drangen“, sagt Uzulis, „wartet das Bistum die Ergebnisse der staatlichen Ermittlungen ab.“

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Dabei hat Schell noch einen weiteren Fall im Blick: Ein Pfarrer soll in einer saarlandischen Pfarrei in den 1980er Jahren mehrere Kinder sexuell missbraucht haben. Das mutma?liche Opfer D. hatte im vergangenen Sommer beim Bistum Trier angezeigt, missbraucht worden zu sein, sowie einen Antrag auf finanzielle Entschadigung gestellt. Im Januar dieses Jahres hatte das Bistum Trier den Fall an die Staatsanwaltschaft Saarbrucken gegeben. Auch D. hatte im Marz dort Anzeige erstattet. „Der Vorfall ist verjahrt“, sagt der Saarbrucker Staatsanwalt Thomas Reinhardt. Der Betroffene wartet unterdessen auf weitere kirchenrechtliche Untersuchungen und Konsequenzen.

Nach Informationen des Trierischen Volksfreunds gibt es wohl noch weitere Opfer und Zeugen, die dem Bistum bekannt sind. „Ich hatte 1984 beim damaligen Dechanten einen weiteren Fall angezeigt“, sagt etwa Zeuge K. gegenuber dem Trierischen Volksfreund. „Ich verstehe nicht, warum sich alles so lange hinzieht und dass der Priester weiter zelebrieren darf“, sagt D.

Bistum will zunachst Ergebnisse der staattlichen Ermittlungen abwarten

Warum zogert das Bistum Trier mit der Aufklarung? Dem Betroffenen wurde mitgeteilt, das Bistum warte ab, bis auch er eine Mitteilung uber die Verjahrung von der Staatsanwaltschaft Saarbucken erhalten habe. „Wenn nicht praventive Grunde zu einem raschem Handeln drangen“, sagt Uzulis, „wartet das Bistum die Ergebnisse der staatlichen Ermittlungen ab.“ Zum einen, weil durch paralleles Agieren die Ermittlungen der staatlichen Strafverfolgungsbehorden nicht erschwert oder gar behindert werden sollten, sagt der Bistumssprecher und verweist auf die Leitlinien. Staatsanwalt Thomas Reinhardt sieht das anders: „Das Bistum kann durchaus parallel ermitteln“, sagt der Jurist.

„Mir drangt sich der Verdacht der Verzogerungstaktik auf, da sich die Aussagen einiger Bistumsangestellter und die der Staatsanwaltschaft nicht decken“, sagt der Betroffene. Er fuhle sich nicht gehort und ein zweites Mal missbraucht.

 

 

 

 

 




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