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Katholische Kirche – Mißbrauch: Eine erster Schritt mit *2.500.– Euro pro Mißbrauchsopfer?

Die Erste Eslarner Zeitung
February 25, 2015

https://bizmarc.wordpress.com/2015/02/25/katholische-kirche-misbrauch-eine-erster-schritt-mit-2-500-euro-pro-misbrauchsopfer/

[As reported yesterday, almost all media in the Federal Republic of Germany, the Regensburg Diocese wants to pay to victims of sexual violence from the former school for the boarding of the cathedral choir in Etterzhausen / Pielenhofen an amount of * 2.500 € in recognition of their at that time the sufferer.]

Wie gestern nahezu alle Medien in der Bundesrepublik Deutschland berichteten, will die Diözese Regensburg den Opfern sexueller Gewalt aus der früheren Vorschule des Internats der Regensburger Domspatzen in Etterzhausen/Pielenhofen nun einen Betrag von *2.500.– Euro als Anerkennung für deren damaliges Leid zahlen.
Fast fünf Jahre, einige wie mir meinen haarsträubende Briefe der Diözese an manche dieser leidgeprägten Personen, hat es nun gebraucht, bis nach der Dokumentation vom 07. Januar 2015 endlich etwas mehr Bewegung in die Sache zu kommen scheint.
Der sachbearbeitende Generalvikar der Diözese Regensburg Prälat Michael Fuchs erklärte am gestrigen Dienstag, dass es sich hier um 72 Personen handeln würde, welche in der Vorschule, zumeist über Jahre
unsittlich angegangen und zum Spielball perverser Interessen katholischer Geistlicher gemacht wurden.
Helfen konnte diesen Minderjährigen damals niemand, denn falsch verstandener Glaube und eine faszinierend-naive Obrigkeitshörigkeit taten das Übrige, um das Leid dieser Jungen unendlich erscheinen zu lassen.
Wer dort nicht seelisch gebrochen wurde dem konnte es passieren, dass sich dessen Leidensweg in der weiteren Ausbildung zum “Regensburger Domspatzen” fortsetzte. Auch in der Regensburger Kaderchmiede in der Orleanstrasse waren damals nämlich einige Kirchenmusikdirektoren nicht simperlich, deren sexuellen und machtbezogenen Gelüste an diesen minderjährig abhängigen Chorsingknaben auszuleben. Hier ist auch ein in der Nähe der Marktgemeinde Eslarn geborener, unzweifelhaft höchst begabter Diözesan-Kirchenmusikdirektor Georg Friedrich Zimmermann (1984) zu nennen. Auch dieser hatte entsprechende Krankheit, doch diese Sache aufzuklären will die Diözese Regensburg scheinbar so lange nichts wissen, bis einige Personen von dieser Welt gegangen und entsprechende Selig- und Heiligsprechungsverfahren abgeschlossen worden sind. Manchmal scheint es auch
Ob hier die “einheitlichen Leinlinien” zur Aufarbeitung dieser Fälle herausgegeben von der Deutschen Bischofskonferenz für die Diözese Regensburg ausreichen, wird sich zeigen. Wieder einmal sollen sich damalige Opfer an eine Mißbrauchsbeauftragte der Diözese wenden. War dies 2010 die leider zu früh verstorbene promovierte Psychologin Frau Dr. Böhm, so ist es jetzt Frau Angelika Glas-Hoffmann, welcher das Leid geklagt werden kann. Höchstwahrscheinlich ist es aber indirekt die große Werbekampagne der us-amerikanischen Anwaltskanzlei AndersonAssociates, welche die Diözese Regensburg zum Einlenken gebracht hat. Diese Kanzlei hat sich auf die Erlangung von Schadensersatz für kirchliche Mißbrauchsopfer spezialisiertund erst vor wenigen Monaten die relativ große begüterte Erzdiözese Erzdiözese St. Paul and Minneapolis (MN) aufgrund erstrittener Millionen Dollar hoher Abfindungszahlungen zur Einreichung eines Insolvenzverfahrens genötigt. (Wir berichteten!). Derzeit stehen Schadensersatzansprüche von Mißbrauchsopfern weiterer us-amerikanischer Diözesen auf dem Plan dieser Kanzlei. Worüber bislang überhaupt noch nicht gesprochen wurde, ist die sog. “Begleitkriminalität” welche im Zuge der Vertuschung dieser Fälle über Jahrzehnte stattgefunden haben könnte. Hier könnten sehr viele Leute eine “höchst verschworene Gemeinschaft” gewesen sein, und zum Zwecke dieses Vertuschens noch nicht verjährte Dinge begangen haben. Auch dies gehört u. E. “auf den Tisch”, denn wir leben ja nicht mehr im Mittelalter.




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