Der lange Atem des Norbert Denef

DEUTSCHLAND
LN Online

Von Susanne Peyronnet

Scharbeutz. „Wer nichts tut und wegschaut, ist mit schuldig an diesem Verbrechen.“ Norbert Denef aus Scharbeutz gibt nicht auf. Er ist Sprecher von Netzwerk-B, dem größten Zusammenschluss von deutschen Missbrauchsopfern. Das Wegschauen wirft er der Politik und dem „Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch“ vor, der im Februar nach drei Jahren die Arbeit einstellte. Nach Denefs Ansicht hat der nichts gebracht. „Der Runde Tisch hat nur drei Jahre Zeit vertan, mehr ist nicht geschehen.“ Die Opfer seien nichts als Marionetten gewesen, die „verdrängende Arroganz“ derer am Runden Tisch sei der Größe des Verbrechens nicht gerecht geworden.

„Ich renne überall gegen Wände“, beschreibt Denef seine Situation. Von den 64 000 Unterschriften, die er im vergangenen November an den SPD-Landesvorsitzenden Ralf Stegner übergab, hat er nie wieder etwas gehört. „64 000 Unterschriften kann man doch nicht unter den Tisch fallen lassen.“ Die Unterzeichner sprechen sich dafür aus, die Verjährungsfristen für sexualisierte Gewalt aufzuheben.

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