DEUTSCHLAND
Focus
Rasch wird der neue Papst auch ein Zeichen setzen müssen, dass die Fälle sexuellen Missbrauchs in kirchlichen Einrichtungen konsequent und entschlossen aufgearbeitet werden. Vielerorts ist dies bereits der Fall. Die Kirche bezahlte Millionensummen an Entschädigungen, Anwälte durchforsteten Akten der Kirche, Präventionsprogramme werden entwickelt. Doch der Schaden ist kaum wieder gut zu machen – vor allem für die Opfer, aber auch für die Kirche.
Neuer Geist der Offenheit
In der Öffentlichkeit hat sich ein Bild festgesetzt von latent pädophilen Priestern und Bischöfen, die deren Machenschaften decken. Franziskus I. muss einen Befreiungsschlag wagen, um den Ruf der Kirche zu retten. Dazu wird gehören, aktiv nach weiteren Fällen zu suchen und Täter strikt zu bestrafen. Dazu wird aber auch gehören, über strukturelle Konsequenzen nachzudenken. Die Sexualmoral der Kirche muss auf den Prüfstand, ebenso wie der Zölibat. Eine rasche Reform wird es hier zwar nicht geben. Doch bereits mit einem neuen Geist der Offenheit wäre viel gewonnen.
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