Trier/Köln/Vatikanstadt ‐ Lange waren unklare Verfahren in der Kirche dafür verantwortlich, dass Missbrauch und seine Vertuschung ungeahndet blieben. Das hat Papst Franziskus geändert. Die Prüfung der Vorwürfe gegen Kardinal Woelki folgt diesem Verfahren. Noch gibt es kein Ergebnis – doch das kann sich bald ändern.
Jetzt ist Rom am Ball: Der Trierer Bischof Stefan Ackermann hat die Anzeige des Betroffenenbeirats bei der Deutschen Bischofskonferenz gegen Kardinal Rainer Maria Woelki nach Rom weitergeleitet. Damit nimmt alles den Gang, den Papst Franziskus 2019 mit den Verfahrensregeln im Motu proprio “Vos estis lux mundi” festgelegt hat. Viel Spielraum hatte Ackermann nicht: Die Verfahrensordnung legt sowohl seine Zuständigkeit als auch seine Aufgaben klar fest.
In der Sache geht es bei der Anzeige um den Umgang von Kardinal Woelki mit der mutmaßlichen Kenntnis von Missbrauchsfällen. Der Betroffenenbeirat sieht in seiner Anzeige, die katholisch.de vorliegt, mehrere Punkte. Dazu gehören ein “nachlässiger Umgang mit Akten über mutmaßliche bzw. erwiesene Missbrauchsfälle sowie…
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