Rom – Eine frühere Ordensfrau erhebt schwere Vorwürfe gegen den international bekannten Geistlichen und Mosaikkünstler Marko Rupnik. Nun machte sie vor der Presse verstörende Details öffentlich.
Es ist die Geschichte einer schleichenden Manipulation. Als die Italienerin Gloria Branciani am Mittwoch vor Journalisten berichtet, was der slowenische Priester und ehemalige Jesuit Marko Rupnik ihr angetan haben soll, wirkt die 59-Jährige gefasst. Dunkler Kurzhaarschnitt, fliederfarbener Pullover, die Haltung aufrecht. Nur am Ende der Pressekonferenz bricht die Stimme der früheren Ordensfrau. Ihr ganzes Leben sei tiefgreifend erschüttert worden – Körper, Seele und Geist.
Den international bekannten Mosaikkünstler habe sie bereits als Studentin in Rom kennengelernt, erzählt Branciani. Rupnik sei schon damals eine spirituelle Führungsperson gewesen und sie habe ihren Glauben vertiefen wollen. Er habe ihr Komplimente gemacht und sie bald körperlich berührt. Dies habe er stets religiös begründet: Die Berührungen trügen zu ihrem spirituellen und persönlichen Wachstum bei. Sie habe ihm geglaubt und gehofft, die…
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