Eine neue Untersuchung bestätigt Missbrauchs- und Vertuschungsvorwürfe gegen den Lateinamerika-Bischof Emil Stehle. Er soll Sexualstraftäter gedeckt und sich selbst den Ruf eines »Tätschlers« erworben haben.
Emil Stehle war der erste katholische Bischof von Santo Domingo in Ecuador. Ein Mann mit einer beeindruckenden Vita, dem die Stadt ein überlebensgroßes Denkmal setzte: das Abbild eines wohlmeinend lächelnden Hirten, die Hand zum Segen erhoben.
Geboren 1926 in Mühlhausen, erst Frontsoldat und Kriegsgefangener, dann Priester im Erzbistum Freiburg, wurde Stehle aufgrund seiner Lateinamerika-Expertise zu einem Berater von Papst Johannes Paul II. Weil er sich für den Friedensprozess in El Salvador einsetzte, erhielt er 1986 ein Bundesverdienstkreuz. Sogar für den Friedensnobelpreis wurde er vorgeschlagen. Doch der Ruf des 2017 gestorbenen Geistlichen hat arg gelitten.
Seit geraumer Zeit gab es Missbrauchs- und Vertuschungsvorwürfe gegen den umtriebigen Bischof. Jetzt bestätigt eine von der Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebene Untersuchung : Stehle hat in den Siebzigerjahren drei…
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